Frankfurt ist dicht bebaut. Hier noch Platz für eine große Unternehmensansiedlung zu finden, ist schwierig. Bild: Corbis

Die Stadt Frankfurt will zum ersten Mal ein interkommunales Gewerbegebiet ausweisen – gemeinsam mit der östlich angrenzenden Stadt Maintal. Hintergrund ist die Großmetzgerei W. Brandenburg, ein Tochterunternehmen der Rewe-Gruppe. Diese droht aus Frankfurt wegzuziehen, weil geeignete Flächen für eine neue Konzernzentrale fehlen.

W. Brandenburg hatte sich im Frühjahr 2016 zum ersten Mal an die Wirtschaftsförderung Frankfurt gewandt: Das Unternehmen sucht ein 15 Hektar großes Grundstück für eine neue, moderne Produktionsstätte. Doch die Standortsuche für W. Brandenburg gestaltete sich  aufgrund des hohen Flächenbedarfs problematisch.

„Die wachsende Stadt Frankfurt erlebt einen hohen Nachfragedruck an Grundstücken für unterschiedliche Nutzungsabsichten. Da ist es ausgesprochen schwierig, Grundstücksbedarfe in dieser Größenordnung erfüllen zu können.“ Frankfurts Liegenschaftsdezernent Jan Schneider

W. Brandenburg suchte deshalb nach Alternativen und verhandelte mit der Gemeinde Erlensee im Main-Kinzig-Kreis.

Um das Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in Frankfurt halten zu können, haben Planungsdezernent Mike Josef, Liegenschaftsdezernent Jan Schneider und Wirtschaftsdezernent Markus Frank nun dezernatsübergreifend das interkommunale Gewerbegebiet auf den Weg gebracht.

Interkommunales Gewerbegebiet: Ansiedlung der Großmetzgerei ist noch unsicher

Ob sich W. Brandenburg tatsächlich dort ansiedelt, ist jedoch noch nicht entschieden. Wirtschaftsdezernent Markus Frank ist aber „hoffnungsfroh“, dass das neue interkommunale Gewerbegebiet aufgrund der Nähe zum bisherigen Standort und der guten Verkehrsanbindung für die Mitarbeiter und für die Unternehmenslogistik gute Chancen hat, das Unternehmen in Frankfurt halten zu können.

Schlagworte zum Thema:  Gewerbegebiet, Stadtplanung

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