02.02.2015 | Projekt

Erstes Haus im Hamburger "Gängeviertel" ist saniert

Gängeviertel
Bild: Sabine Markmann ⁄

Vor knapp zwei Jahren haben die Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) und die Initiative "Komm in die Gänge" mit den Sanierungsarbeiten im Hamburger Gängeviertel begonnen. Jetzt ist das erste von neun Häusern fertig. Die Sanierung der sechs Sozialwohnungen und des Gewerberaumes hat rund 2,1 Millionen Euro gekostet.

Die neuen Mieter müssen 5,45 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Insgesamt soll die komplette Sanierung des innerstädtischen Gängeviertels rund 20 Millionen Euro kosten, die die Stadt Hamburg bereitstellt. Am Ende werden 79 Wohnungen - alles Sozialwohnungen - und 21 gewerbliche Einheiten entstehen.

Im Sommer solle die Sanierung des zweiten Gebäudes abgeschlossen sein und zum Jahreswechsel 2015/2016 werde auch das Herzstück, die sogenannte Fabrik als Zentrum für Kunst, Kultur und Soziales wiedereröffnet.

Vor fünfeinhalb Jahren hatten rund 200 Künstler das vom Abriss bedrohte ehemalige Arbeiterviertel besetzt und den Erhalt der historischen Gebäude gefordert. Ziel war es, Künstlern in der Innenstadt preiswerte Räume zum Arbeiten und Wohnen zur Verfügung zu stellen. Die Proteste waren erfolgreich: Die Stadt Hamburg machte den Verkauf der Gebäude rückgängig und einigte sich mit der Initiative auf die gemeinsame Sanierung.

Die Gängeviertel Genossenschaft will nach der Sanierung der maroden Häuser deren Verwaltung übernehmen und ihr Eigentümer werden.

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