07.03.2012 | Entwickler

Elbphilharmonie: Stadt Hamburg erwägt Fertigstellung im Alleingang

Im Streit mit dem Baukonzern Hochtief um die Elbphilharmonie schließt Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) einen Alleingang der Stadt nicht aus. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.

Wir können die Elbphilharmonie ja auch allein zu Ende bauen", sagte Scholz der Zeitung (Mittwochausgabe). Ohne Hochtief würde es "dann nur eben länger dauern", fügte er hinzu. Allerdings wolle er den Satz nicht als eine Ankündigung missverstanden wissen, schränkte Scholz ein.

"Der Bau darf nicht noch teurer werden. Wir haben uns fest vorgenommen, uns vor keiner Option zu erschrecken", betonte Scholz. Die Stadt und der Baukonzern Hochtief streiten seit Jahren um Kostenexplosionen und Zeitverzögerungen bei dem Jahrhundertbau. Zuletzt ging es dabei um die Sicherheit des komplizierten Saaldaches.

Die Kosten für den Baustillstand am Dach liegen nach Angaben der städtischen Realisierungsgesellschaft (Rege) pro Tag zwischen 100.000 und 125.000 Euro. Insgesamt soll das Konzerthaus den Steuerzahler bisher 323,5 Millionen Euro kosten. Jede weitere Verzögerung führt zu weiteren Kosten. Ob der derzeit angestrebte Übergabetermin für November 2014 gehalten werden kann, ist offen.

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