16.04.2012 | Entwickler

Elbphilharmone: Hamburger Senat macht Hochtief neue Vorschläge

Im Streit um den Bau der Elbphilharmonie hat die Stadt Hamburg Hochtief neue Vorschläge gemacht: Die Komplexe Haustechnik und Dachweiterbau sollen aufgesplittet werden, berichtet das Hamburger Abendblatt (Samstag).

Die Stadt und damit deren Architekt Herzog & de Meuron übernehme die komplette Planung für die Haustechnik, während Hochtief die Verantwortung für das Dach bekomme. Dessen Sicherheit hatte der Konzern massiv angezweifelt.

Hamburg setzt Hochtief dem Bericht zufolge zugleich eine Frist bis zum 31. Mai, das Saaldach abzusenken - also die bisher gebaute Konstruktion mit dem Gebäude zu verbinden. Für den Fall, dass der Baukonzern dem nicht nachkommen sollte, droht die Stadt mit der Kündigung der Bauverträge "wegen unberechtigter Leistungsverweigerung".

Zudem solle ein dreiköpfiges Schiedsgericht eingerichtet werden, das über Streitpunkte entscheidet. Im Mittelpunkt stehe dabei die Frage, wer die um mehr als zwei Jahre verlängerte Bauzeit zu verantworten hat und wer die Kosten dafür trägt.

Die Hamburger Kulturbehörde bestätigte auf "Abendblatt"-Anfrage den Inhalt des Schreibens. "Der Vorschlag greift zentrale Punkte auf, in denen bereits in den Verhandlungen der letzten Monate Einigung erzielt werden konnte und zeigt für die offenen Punkte einen Einigungsweg auf", sagte Sprecher Enno Isermann. Die Stadt hoffe, dass nun endlich weitergebaut werden könne. Hochtief reagierte dagegen äußerst reserviert. "Wir werden den Inhalt jetzt in Ruhe prüfen und uns zu gegebener Zeit dazu äußern", sagte Konzernsprecher Bernd Pütter der Zeitung.

Aktuell

Meistgelesen