22.02.2016 | Projekt

Cupertino: Deutsche Firmen bauen Fassade der neuen Apple-Zentrale

"AC2" heißt der neue Campus im Apple-Jargon
Bild: Stadtverwaltung Cupertino/Cupertino.org

Die bayrische Josef Gartner GmbH baut die Fassaden der neuen Apple-Zentrale in Cupertino am US-amerikanischen Technologiestandort Silicon Valley. Die dafür benötigten 872 Fassadenscheiben kommen vom Glasspezialisten Sedak aus Gertshofen, der zur Seele-Unternehmensgruppe gehört. Das Ufo-förmige Gebäude bietet auf 260.000 Quadratmetern Platz für bis zu 13.000 Beschäftigte. Ende 2016 soll der "Apple Campus 2" eröffnet werden.

Die Umrisse des neuen Hauptquartiers von Apple sind schon aus dem Weltraum zu erkennen. Die Josef Gartner GmbH hatte mit ihren Plänen Apple-Mitbegründer Steve Jobs und den britischen Stararchitekten Sir Norman Foster überzeugt. Diese wollten nicht auf herkömmliche Klimaanlagen setzen. Vielmehr soll die Fassade es ermöglichen, das Gebäude auf fast natürliche Weise zu temperieren.

Seele baut bereits seit einigen Jahren Glasscheiben für die Apple Stores. Für den Apple Campus 2, "AC2" wie der neue Campus im Apple-Jargon heißt, musste Sedak ein neues Verfahren entwickeln, um gebogene Scheiben von drei mal fünfzehn Metern in einem gasdicht verschließbaren Druckbehälter bei 130 Grad und mit Unterdruck zu formen.

Der Eröffnungstermin war eigentlich schon 2014 geplant gewesen. Experten gehen davon aus, dass die Baukosten explodiert sind und deutlich über einem Betrag von drei Milliarden Dollar liegen. Apple äußerte sich zu den Kosten bislang nicht.

Facebook hat im Silicon Valley 2015 eine neue Firmenzentrale eröffnet und auch Google plant mehrere Neubauten.

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Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Fassade

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