In der Überseestadt Bremen werden Investoren für ein 12.131 Quadratmeter großes, unbebautes Grundstück gesucht. Eine Verpflichtung zur Errichtung von sozialem Wohnungsbau besteht nach Angaben der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, die im Auftrag der Freien Hansestadt für die Entwicklung, Erschließung und Vermarktung zuständig ist, nicht. Die Frist der öffentlichen Ausschreibung endet am 10. August.

Die Bremer Überseestadt hat insgesamt eine Fläche von knapp 300 Hektar. Das Areal zwischen "Am Kaffeequartier" und "Johann-Jacobs-Straße" soll vom potenziellen Erwerber mit drei- oder viergeschossigen Stadthäusern in geschlossener Bauweise bebaut werden.

Für das Grundstück liegt eine Wertempfehlung von GeoInformation Bremen vom 1.8.2017 vor, die den Verkehrswert des Grundstücks mit 350 Euro pro Quadratmeter angibt. Dies würde einem Mindestkaufpreis in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro entsprechen.

Gewoba deckt Bedarf an geförderten Wohnungen in der Überseestadt ab

Die zur Veräußerung anstehende Fläche ist im Sofortprogramm Wohnungsbau benannt. Bremen reagiert damit auf den steigenden Bedarf an Wohnungen insbesondere für kleine und mittlere Haushaltseinkommen.

Eine Verpflichtung zur Errichtung von sozialem Wohnungsbau besteht deshalb nicht bei diesem Grundstück, da geförderte Wohnungen in einem in Planung befindlichen Bauvorhaben des städtischen Wohnungsbauunternehmens Gewoba für diesen Bereich in der Überseestadt bereits umfänglich umgesetzt werden. So wurde zuletzt im Juni 2018 der Grundstein für das inklusive Wohnprojekt "BlauHaus" in der Überseestadt gelegt. Auf dem knapp 7.800 Quadratmeter großen Grundstück entstehen zwischen dem "Kommodore-Johnsen-Boulevard" und der "Herzogin-Cecilie-Allee" zwei fünfgeschossige Wohngebäude mit 50 öffentlich geförderten preisgebundenen sowie 34 preisfreien Wohnungen. Die Fertigstellung ist voraussichtlich Ende 2019.

Bewerbung: Den Teilnahmeantrag können Sie herunter laden und per E-Mail an frank.flottau@wfb-bremen.de oder kathrin.szostek@wfb-bremen.de richten.

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