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Bilfinger vertagt Entscheidung über Zukunft der Immobiliensparte

Bilfinger steht vor einem Konzernumbau.
Bild: Bilfinger

Der Baukonzern Bilfinger hat bei der Vorstellung der Jahresbilanz in Mannheim keine Entscheidung bezüglich der Zukunft des wichtigen Bau- und Gebäudedienstleistungsgeschäfts präsentiert. Der Prüfprozess für die Angebote der zum Verkauf stehenden Sparte dauere an, teilte das Unternehmen mit. Außerdem strich Bilfinger nach dem Rekordverlust von knapp einer halben Milliarde Euro im vergangenen Jahr die Dividende.

Die gestrichene Dividende hat die Bilfinger-Aktionäre verschreckt. Das Papier knickte am Vormittag zeitweise um knapp elf Prozent ein. "Die Tatsache, dass Bilfinger keine Dividende zahlen wird, ist eine negative Überraschung", so Thorsten Reigber von der DZ Bank. Schließlich habe der Konzern auch trotz eines Verlustes im Jahr 2014 damals eine Dividende aus seinen Rücklagen gezahlt.

Der Bilfinger-Konzern steckt in einer gravierenden Umbruchphase. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre ist der Aktienkurs auf weniger als die Hälfte gesunken. Auslöser war nicht zuletzt auch eine Gewinnwarnungsserie während der Amtszeit des früheren Konzernchefs Roland Koch.

Nachdem der neue Unternehmenschef Per Utnegaard im Herbst die Konzentration auf zwei Sparten angekündigt hat, ranken sich die Spekulationen bis hin zu einer möglichen Zerschlagung. Am Mittwoch hielt sich das Unternehmen zum Thema Konzernumbau aber bedeckt, Bilfinger nannte 2016 ein "Übergangsjahr".

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Schlagworte zum Thema:  Baukonzern, Immobilien, Immobiliendienstleister

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