01.04.2016 | Unternehmen

Bilfinger erhält 200 Millionen Euro durch Verkauf des Wassergeschäfts

Bilfinger: Angebote für die Immobiliensparte liegen vor und werden geprüft.
Bild: Bilfinger

Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger hat sein Wassertechnologiegeschäft an die chinesische Chengdu Techcent Environment Gruppe verkauft. Das teilte das Unternehmen in Mannheim mit. Dem kriselnden Konzern fließen dadurch 200 Millionen Euro frisches Geld zu. Für den Verkauf der Immobiliensparte, zu dem das Wassergeschäft gehörte, würden die Angebote in den nächsten Wochen geprüft, heißt es weiter.

"Mit dem Verkauf der Wassersparte setzen wir unsere Strategie der Fokussierung weiter konsequent um", sagte Konzernchef Per Utnegaard. Bilfinger konzentriere sich "auf Kerngeschäfte, Kernbranchen und Kernregionen".

Utnegaard hatte Mitte Oktober eine Konzentration auf Industrie- und Immobiliendienste vor allem in Europa angekündigt. Zuvor hatte er bereits das Kraftwerksgeschäft, das Bilfinger zuletzt tief nach unten zog, zum Verkauf gestellt.

Der Konzern hatte allerdings auch für Teile des Immobilien-Segments, zu dem auch das Wassergeschäft gehörte, Kaufangebote erhalten. "Wir prüfen diese sorgfältig und ergebnisoffen", sagte Utnegaard bei der Bilanzvorlage Mitte März. Fragen wich er aus und erklärte lediglich, dass die Prüfung noch ein paar Wochen Zeit in Anspruch nehme.

Die Entscheidung über einen möglichen Verkauf hätte weitreichende Folgen für Aufstellung und Strategie des Konzerns.

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