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Bilfinger-Chef für massive Änderungen im Vergabeverfahren

Auch Koch sprach sich dafür aus, Bürger stärker in die Planung einzubeziehen
Bild: Bilfinger

Roland Koch fordert grundlegende Änderungen im Vergabeverfahren: Unter anderem plädiert der Bilfinger-Chef für einen Ausschluss des billigsten Bieters. Dadurch würde die Qualität mehr in den Mittelpunkt rücken.

"In Deutschland gilt das Grundprinzip, immer dem billigsten Anbieter den Vorzug zu geben", sagte Koch dem "Manager Magazin". Dies verleite Bauunternehmen dazu, auf spätere Zusatzforderungen zu spekulieren und so die Projektkosten in die Höhe zu treiben.

Koch sprach sich zudem dafür aus, betroffene Bürger früher und stärker in die Planung einzubeziehen: "Wir brauchen auch in Deutschland intensivere Mediations- und Erklärungsprozesse, die den Menschen die Notwendigkeit und den Nutzen von Projekten verdeutlichen."

Kritik übte er auch an den öffentliche Auftraggebern. "Öffentliche Auftraggeber sind häufig mit dem Management überfordert", sagte er dem Blatt. Endlos lange Planungs- und Genehmigungsprozesse sorgten dafür, dass anfänglich gesetzte Kostenrahmen regelmäßig gesprengt würden.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Vergabeverfahren

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