20.09.2013 | Unternehmen

Bilfinger baut 1.250 Stellen in der Verwaltung ab

Roland Koch: "Werden ohne Personalmaßnahmen nicht auskommen"
Bild: Bilfinger

Der Mannheimer Dienstleistungs- und Baukonzern Bilfinger setzt das von Konzernchef Roland Koch im August angekündigte Sparprogramm um: In den nächsten zwei Jahren sollen weltweit rund 1.250 Verwaltungsstellen gestrichen werden.

Der Abbau hänge mit dem Umbau der Unternehmensstruktur zusammen. Bis zum 1.1.2014 sollen die sieben Teilkonzern-Holdings in die Bilfinger SE integriert werden. Sie haben nach Unternehmensangaben bislang alle ihre eigene Verwaltung.

Die Teilkonzerne sitzen in Frankfurt am Main, Wiesbaden, Neu-Isenburg, München und Oberhausen. Wo genau Stellen wegfallen, stehe noch nicht fest, sagte der Sprecher in Mannheim.

Bilfingers Vorstandsvorsitzender Roland Koch hatte bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen im August angekündigt: "Dass wir ohne Personalmaßnahmen auskommen, das war in der Vergangenheit nicht so und das wird auch in der Zukunft nicht so sein." Derzeit beschäftigt Bilfinger rund 70.000 Mitarbeiter.

Betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen

Ab 2015 rechnet Bilfinger mit jährlichen Einsparungen an Personalkosten von 80 bis 90 Millionen Euro. Die Sachkosten sollen im selben Zeitraum um einen niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Betrag.

"Unsere Stärke liegt in der Vielfalt unserer Leistungspalette und in der effizienten Zusammenarbeit unserer operativen Einheiten", sagte Koch laut Mitteilung. "Wir werden sicherstellen, dass wir mit unserem gebündelten Know-how einen höheren Mehrwert für unsere Kunden schaffen."

Mit den Arbeitnehmervertretungen wurden Maßnahmen zur sozialverträglichen Gestaltung des Stellenabbaus vereinbart. Betriebsbedingte Kündigungen sind allerdings nicht ausgeschlossen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Bauunternehmen

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