24.02.2014 | Projekt

Berliner Senat genehmigt Hotelprojekt an "East Side Gallery"

East Side Gallery: es sind noch Fragen offen
Bild: ingelotte ⁄

An der Berliner "East Side Gallery" darf ein zweites Haus gebaut werden: Das Projekt, das Hotel eines israelischen Investors, wird sogar zwei Etagen höher als ursprünglich geplant. Der Senat hat den Bau genehmigt, bestätigte eine Sprecherin der Verwaltung für Stadtentwicklung Medienberichte. Der Streit um die Lücken in der historischen Mauer ist allerdings noch nicht beigelegt.

"Wir haben einen Weg aufgezeigt", sagte die Sprecherin am Sonntag. Rechtlich sei er frei. "Jetzt liegt es in den Händen anderer, den Weg zu gehen." Die anderen sind vor allem die Investoren der beiden Bauten zwischen Mauer und Spree auf dem früheren Todesstreifen. Noch seien viele Fragen ungeklärt, sagte der Sprecher von Maik Uwe Hinkel, der bereits einen Wohnturm dort errichtet, der "Berliner Zeitung".

Das zweite Projekt - das Hotel eines israelischen Investors - darf nun zwei Etagen höher werden als ursprünglich vorgesehen. Im Gegenzug sollen er und Investor Hinkel sich eine gemeinsame Zufahrt teilen. Damit soll es nur noch eine größere Lücke in dem Mauerstück geben - bislang sind es zwei. Für das Hotelprojekt war bereits ein Durchbruch in das Denkmal geschlagen worden.

Nachdem im Vorjahr weitere Mauer-Segmente für den Wohnturm entfernt wurden, gab es Proteste gegen die Zerstückelung des historischen Bollwerks. Nach Krisenrunden, an denen auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) beteiligt war, wurde der Kompromiss angedacht, ein Lücke für beide Zufahrten gemeinsam zu nutzen. Hinkel hatte angekündigt, sein Mauerloch nur für den Bau zu nutzen und sie später wieder zu schließen.

"Wir gehen davon aus, dass Herr Hinkel zu seiner Zusage vom vergangenen Sommer steht und die neue Mauerlücke nach Bauabschluss wieder schließt", sagte Senatssprecher Richard Meng dem "Tagesspiegel". Laut Hinkels Sprecher sei noch kein Wegerecht eingeräumt worden. Eine Zufahrt über das Hotelgrundstück könnte auch aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Brandschutzes schwierig sein, hieß es in der "Berliner Zeitung".

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Projektentwicklung

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