24.02.2015 | Projekt

Ardi Goldman bestreitet Korruptionsvorwürfe zum Frankfurter Flughafen

Der frühere Flughafenmanager soll die Grundstücke verschoben haben
Bild: Fraport AG

Im Prozess vor dem Landgericht Frankfurt um Schmiergeldzahlungen beim Ausbau des Frankfurter Flughafens hat heute der Immobilienentwickler Ardi Goldman ausgesagt. Er soll bei der Vergabe von Grundstücken in der Cargo City Süd Schmiergeld eingesetzt haben. Goldman bestreitet die Vorwürfe.

Es gebe "kein Motiv für Bestechungshandlungen", sagte der 52-Jährige am Dienstag als einer von fünf Angeklagten vor dem Frankfurter Landgericht. "Ich hatte keine Veranlassung, auf unlautere Weise auf die Vergabe von Erbbaurechten einzuwirken."

Der Investor stellte sich mit seiner Aussage gegen drei seiner Mitangeklagten, die die Korruption bereits in Grundzügen bestätigt und Goldman belastet hatten. Laut Anklage soll ein früherer Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport mit Hilfe eines Maklers Schmiergelder gefordert und von den Investoren auch erhalten haben.

Zur Verdeckung der Zahlungen in einer Gesamthöhe von rund sechs Millionen Euro sei eigens ein System über Scheinrechnungen einer Firma aus Liechtenstein eingerichtet worden. Der Flughafen-Mitarbeiter schweigt bislang als einziger zu den Vorwürfen.

Goldman soll an dem Bau und der anschließenden Veräußerung einer Frachthalle in der Cargo City Süd über seine Firma Cargoport rund 15 Millionen Euro verdient haben. Das Objekt passt eigentlich nicht in das sonstige Portfolio Goldmans, der sich vor allem mit Quartiersaufwertungen und kulturell anspruchsvollen Objekten einen Namen gemacht hat.

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