07.02.2013 | Bericht

ACS erwägt Zerschlagung des Hochtief-Europageschäfts

ACS prüft die Zerschlagung des Europa-Geschäfts
Bild: Groupo ACS

Der neue Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes denkt an den Verkauf der Servicesparte der Hochtief Solutions AG. Das berichten Zeitungen der "WAZ"-Mediengruppe (Donnerstag). Also prüft der spanische Großaktionär ACS die Zerschlagung des Europageschäfts des Essener Baukonzerns.

"Betroffen von den Überlegungen wären die Servicesparte innerhalb der Hochtief Solutions AG mit 6.000 Beschäftigten und das Geschäft mit der Projektentwicklung mit 200 Angestellten", hieß es in den Berichten der "WAZ"-Zeitungen, die dabei keine Quellen nennt.

Hochtief habe dies nicht kommentiert. Die Analyse der künftigen Strategie sei "noch nicht abgeschlossen. Es gibt daher auch keinerlei Entscheidungen", teilte das Unternehmen laut "WAZ" mit.

Sollte Fernandez die Verkaufspläne in die Tat umsetzen, muss er mit Widerstand der Arbeitnehmervertreter rechnen. Auch im Aufsichtsrat der Hochtief AG, der die Strategiepläne vermutlich auf der Sitzung am 27. Februar vorgelegt bekommt, seien die Pläne umstritten. In der Tochter Hochtief Solutions hat der Konzern das Europageschäft gebündelt.

In der Sparte waren zuletzt insgesamt zirka 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Konzernweit zählte Hochtief Ende September 81.660 Mitarbeiter. Der Umsatz von Hochtief Solutions lag 2011 bei zirka vier Milliarden Euro. Die Sparte steuerte damit rund 17 Prozent zum Konzernumsatz bei.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Baukonzern

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