13.04.2016 | Projekt

4.000 Wohnungen im Frankfurter Ernst-May-Viertel geplant

Frankfurt am Main: Ernst-May-Viertel, Rahmenplanung, Ausschnitt
Bild: Stadtplanungsamt Frankfurt am Main

Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz hat ein Vorlagenpaket zum geplanten Ernst-May-Viertel in Frankfurt am Main vorgelegt. Die Entwicklung des Quartiers wird demnach bis zum Jahr 2028 in drei Phasen erfolgen. Geplant sind unter anderem knapp 4.000 Wohnungen. Das Gesamtvolumen des Projekts wird zum jetzigen Zeitpunkt auf 331 Millionen Euro geschätzt.

Wie Cunitz mitteilte, soll neben dem Ernst-May-Viertel in allen geplanten Neubauquartieren ein Anteil von 30 Prozent als öffentlich geförderter Mietwohnungsbau entstehen.

In Phase eins sollen in den Jahren 2016 bis 2023 das „Innovationsquartier“ mit 1.500 Wohneinheiten, „Atterberry-Ost“ mit 250 Wohneinheiten und das Gebiet „Nördlich des Günthersburgparks“ mit 100 Wohneinheiten entstehen.

In Phase zwei sollen in den Jahren 2019 bis 2027 die Wohnbaugebiete „An den Röthen“ mit 260 Wohneinheiten, „Katharinen-Campus“ mit 350 Wohneinheiten und „Nördlich Friedrich-Ebert-Schule“ mit 330 Wohneinheiten sowie die Erweiterung des Huthparks entwickelt werden.

Phase 3 von 2022 bis 2028 sieht die Erweiterung der Festeburgsiedlung mit 680 Wohneinheiten, das Gebiet „Südlich Seckbacher Landstraße“ mit 350 Wohneinheiten und die zentrale öffentliche „Grüne Mitte“ vor.

Die im Sachstandsbericht beschriebene Lösung zur Einhausung der A 661 mit einer Tunnel-Länge von 400 Metern und die damit verbundene städtebauliche und landschaftsplanerische Grundkonzeption werden als Vorzugsvariante der weiteren Untersuchung zu Grunde gelegt. Die Kosten für die Einhausung würden schätzungsweise rund 91 Millionen Euro betragen. Die dafür notwendigen Planänderungs- und Planfeststellungsverfahren sollen 2017 beginnen. Der Bau der Einhausung könnte in den Jahren 2023 bis 2025 erfolgen.

Das Gesamtvolumen des Projekts inklusive aller Teilaspekte wird zum jetzigen Zeitpunkt auf 331 Millionen Euro geschätzt, denen aber Zuschüsse des Bundes für den Ausbau der Autobahn A 661 in Höhe von 33,3 Millionen Euro und Verkaufserlöse aus den Wohnungsbau-Projektentwicklungen von 126,5 Millionen Euro gegenüberstehen. Damit würden für die Stadt Frankfurt am Main voraussichtlich Kosten in Höhe von rund 171,2 Millionen Euro verbleiben.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnprojekt, Stadtplanung

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