Rz. 2
Mit § 26 Abs. 2 Nr. 3 hat der Gesetzgeber ab dem 1.1.2003 die Bezieher einer Rente wegen voller Erwerbsminderung, die unmittelbar vor Rentenbeginn dem Kreis der durch die Arbeitslosenversicherung geschützten Arbeitnehmer zugeordnet waren, in die Versicherungspflicht einbezogen.
§ 345a Abs. 1 regelte bis zum Jahr 2005 eine pauschale Beitragszahlung der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für diesen Personenkreis; der Gesetzgeber hat die Beitragssummen für die angeführten Kalenderjahre festgelegt.
Ab dem Jahr 2006 hat der Gesetzgeber die Höhe der Beiträge neu zu bestimmen. Bis zu einer Neuregelung galt der für das Jahr 2005 festgelegte Betrag von 36 Mio. EUR als Abschlagszahlung für das Jahr 2006. Die Differenz zwischen der Abschlagszahlung und dem neu bestimmten Gesamtbeitrag für das Jahr 2006 wird vom Bundesversicherungsamt im Rahmen der Verteilung des Gesamtbeitrages nach § 224a SGB VI für das Jahr 2007 verrechnet.
Die Beitragspflicht und die Beitragszahlung werden mit der Änderung ab dem Jahr 2006 in der Weise neu geregelt, dass die Höhe des Gesamtbeitrages für alle betroffenen Versicherten unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Personenkreises im Hinblick auf deren Rückkehr auf den Arbeitsmarkt und den hierzu einhergehenden Änderungen flexibel festgelegt wird, so dass die gesetzliche Festlegung eines Pauschalbeitrages für jedes Kalenderjahr nicht mehr notwendig ist. Zugrunde gelegt werden für den Gesamtbeitrag eines Jahres jeweils das Verhältnis der Werte des vergangenen Kalenderjahres zu den Werten des vorvergangenen Kalenderjahres. Die Höhe des Gesamtbeitrages wird bis zum 1. Juli eines Jahres im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Rentner haben im Regelfall ihr Arbeitsleben beendet und sind nicht in den Schutz der Arbeitslosenversicherung einzubeziehen...