Rz. 47
Das System der Betreuungsstufen muss durch ein Strategiekonzept ergänzt werden, das einen konzeptionellen Rahmen für eine systematische Ausrichtung der Integrationsarbeit an den individuellen Bedarfslagen der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten errichtet. Dabei geht die Bundesagentur für Arbeit davon aus, dass sich aus dem Profiling in den allermeisten Fällen eine dominierende Bedarfslage ergibt. Danach können konkrete Maßnahmen als Integrationsstrategie ausgewählt werden, z. B. zur Motivation, Qualifikation oder Leistungsfähigkeit. Kann keine dominierende Bedarfslage festgestellt werden, sind bedarfsübergreifende Strategien erforderlich. Grundsätzlich können im Integrationsprozess Elemente der Beratung und Unterstützung, der Eigenaktivität und des Engagements, der Kontaktdichte und der Maßnahmen eingesetzt werden. Ab 2025 ist der Zuständigkeitswechsel für die Förderung der beruflichen Weiterbildung und die Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation auf die Agenturen für Arbeit zu beachten.
Rz. 47a
Für die Handlungsstrategien hat die Bundesagentur für Arbeit folgende Schlüsselgruppen erarbeitet, die den Jobcentern der gemeinsamen Einrichtungen zur Verfügung stehen:
- Qualifikation,
- Leistungsfähigkeit,
- Motivation,
- Rahmenbedingungen,
- Übergreifende Schlüsselgruppe (optional und unabhängig von Handlungsbedarfen),
- Dezentrale Schlüsselgruppe (lokale Strategien für die Integrationsarbeit).
Je nach Umfang der Defizite in den Schlüsselgruppen kommt der Einsatz eines beschäftigungsorientierten Fallmanagements in Betracht. Insofern bilden die Handlungsbedarfe in den Schlüsselgruppen auch Zugangskriterien zum Fallmanagement ab.
Rz. 47b
Der Schlüsselgruppe Qualifikation werden die Handlungsbedarfe schulische Qualifikation, berufliche Qualifikation, Berufserfahrung und Sprachkenntni...