Rn. 185
Stand: EL 191 – ET: 08/2026
Ein ähnlicher Beruf (s Rn 129 ff) liegt nach allg Grundsätzen nur dann vor, wenn er auf einer durch Selbststudium oder in sonstiger Weise erworbenen vergleichbar breiten fachlichen Vorbildung beruht (BFH BStBl II 1990, 73; BFH BStBl II 2000, 616; BFH BStBl II 2002, 768; BFH BStBl II 2003, 27) und sich die Beratungstätigkeit auf einen vergleichbar breiten betrieblichen Bereich – ggf mit Spezialisierung auf einen Hauptbereich (BFH BStBl II 1988, 666; BFH BStBl II 1989, 24; BFH BStBl II 1991, 769; BFH BStBl II 2003, 27; BFH BStBl II 2003, 919; BFH BStBl II 2017, 882) – erstreckt.
Die Anforderungen an die Vorbildung sind trotz des Umstandes zu beachten, dass es möglicherweise neue "Hauptbereiche" gibt; Kenntnisse auf den oben angegebenen "klassischen" Hauptgebieten sind unumgänglich (BFH BFH/NV 2003, 1413). Eine "Simultanausbildung" ersetzt nicht das erforderliche Wissen des jeweiligen Einzelberufs. Es genügt aber, wenn der StPfl bei einer Kombination von zwei Katalogberufen neben der Beratung in einem Hauptgebiet nachweist, dass es eine Hochschule, Fachschule oder Berufsakademie gibt, mit deren Prüfungsanforderungen sich sein technisches und/oder betriebswirtschaftliches Wissen vergleichen lässt (BFH BStBl II 2003, 919; BFH BStBl II 2007, 118 zum Dipl-Wirtschaftsingenieur; Kempermann, FR 2007, 184).
Auch für einen Autodidakten genügt es, wenn er auch bei ungenügenden Kenntnissen in einem Hauptbereich die Prüfung zum "staatlich geprüften Betriebswirt" an einer Fachschule bestehen würde (BFH BStBl II 2003, 27). Hat er sich einer Diplom-Prüfung – obwohl möglich – nicht unterzogen, genügt es nicht, wenn er die für die Zulassung zur Diplom-Prüfung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt (BFH BStBl II 2000, 616).
Der Nachweis kann – wie üblich – dur...