Rn. 258
Stand: EL 191 – ET: 08/2026
Eine einheitliche Erfassung der gesamten Betätigung ist nur noch dann geboten, wenn die Tätigkeiten sich gegenseitig bedingen und derart miteinander verflochten sind, dass sie sich gegenseitig unauflösbar bedingen, sodass der gesamte Betrieb nach der Verkehrsauffassung als einheitlicher Betrieb anzusehen ist (BFH BStBl II 1990, 507 betreffend Untrennbarkeit zwischen den vom Laborarzt selbst bearbeiteten und den von qualifizierten Mitarbeitern vorgenommenen Untersuchungen; hierzu jedoch s Rn 241, 241a; ferner BFH BStBl II 1970, 319; BFH BStBl II 1974, 553; BFH BStBl II 1978, 565; BFH BStBl II 1979, 236; BFH BStBl II 1979, 246; BFH BStBl II 1990, 534; BFH BStBl II 1991, 889; BFH BStBl II 1992, 353; BFH BStBl II 1994, 650; BFH BStBl II 1994, 864; BFH BStBl II 1995, 732; BFH BStBl II 2008, 54; BFH/NV 1995, 210; BFH/NV 1999, 465; Brandt, INF 2003, 57; Schoor, StBp 2000, 225).
Schuldet ein StPfl gegenüber seinem Auftraggeber einen einheitlichen Erfolg, ist die zur Durchführung dieses Auftrages erforderliche Tätigkeit regelmäßig einheitlich zu beurteilen (BFH BStBl II 1970, 319; BFH BStBl II 1993, 324; BFH BStBl II 1994, 864; BFH BStBl II 2004, 363; BFH/NV 1995, 210). Das ist insb der Fall, wenn mithilfe innerbetrieblicher Organisationseinheiten keine selbstständigen Leistungen am Markt angeboten werden (BFH BStBl II 1994, 352 betreffend Dentallabor eines Zahnarztes, welches ausschließlich Leistungen für dessen zahnärztliche Heilbehandlung erbrachte). Entsprechendes gilt, wenn wissenschaftliche, künstlerische oder schriftstellerische Tätigkeiten nur die notwendige Voraussetzung zur Erzielung des gewerblichen Erfolgs sind (vgl BFH BStBl III 1955, 225; BFH BStBl III 1965, 114 zum Pressefotografen; BFH BStBl II 1974, 383 zum Kameramann; BFH BStBl I...