0 Rechtsentwicklung
Rz. 1
§ 102 ist derzeit i. d. F. der Bekanntmachung des Gesetzes zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (Ganztagsförderungsgesetz – GaFöG) v. 2.10.2021 (BGBl. I S. 4602) seit dem 1.7.2022 in Kraft.
Die Auskunftspflicht der Jugendhilfeträger wurde erstmals mit dem SGB VIII eingeführt und durch das Gesetz zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts (Kinder- und Jugendhilfegesetz – KJHG) v. 26.6.1990 (BGBl. I S. 1163) zum 1.1.1991 in Kraft gesetzt.
Abs. 2 und Abs. 3 wurden der geänderten Fassung des § 99 angepasst durch Art. 1 Nr. 45 des 1. SGB VIII-ÄndG v. 16.2.1993 (BGBl. I S. 239).
Mit Art. 1 Nr. 57 des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz – KICK) v. 8.9.2005 (BGBl. I S. 2729) wurden Abs. 2 und 3 geändert. Damit wurde die Auskunftspflicht auf die neu eingeführten Erhebungen über Kinder in Tageseinrichtungen sowie in öffentlich geförderter Kindertagespflege ausgedehnt.
Durch Art. 1 Nr. 2 des Gesetzes zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (Kinderförderungsgesetz – KiföG) v. 10.12.2008 (BGBl. I S. 2403) wurde Abs. 2 Nr. 5 geändert. Es handelt sich um eine Folgeänderung zur Streichung von § 69 Abs. 5 und 6.
Durch das Gesetz zur Verwaltungsvereinfachung in der Kinder- und Jugendhilfe (Kinder- und Jugendhilfeverwaltungsvereinfachungsgesetz – KJVVG) v. 29.8.2013 (BGBl I S. 3464) wurde Abs. 2 Nr. 1, 2 und 6 geändert und eine neue Nr. 7 mit der Einführung einer Auskunftspflicht für Adoptionsvermittlungsstellen eingefügt (vgl. zu den Gesetzesmaterialien BR-Drs. 93/13 S. 18).
Durch das Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher (VerbaKJUVBG) v. 28.10.2015 (BGBl. I S. 1802) wurde in...