Tz. 5
Stand: EL 59 – ET: 04/2026
Das zentrale Konzept, das den IFRS 8 prägt, ist der sog. management approach, der im Kontext der Segmentberichterstattung vom FASB entwickelt und im SFAS 131 (seit 2009 FASB Accounting Standards Codification 280–10) konsequent umgesetzt wurde. Er geht auf im Umfeld des amerikanischen Standardsetters Anfang der 1990er Jahre geäußerte Forderungen zurück, den Nutzen von im Abschluss veröffentlichten Informationen über Unternehmenssegmente zu steigern, indem diese unmittelbar aus dem unternehmensinternen Berichtswesen entnommen und nicht für externe Berichterstattungszwecke spezifisch generiert werden. Hierdurch sollten vor allem die Steuerungs- und Entscheidungsstrukturen sowie -kriterien für die externen Adressaten transparent werden (vgl. AICPA (1994), S. 69; AMIR (1993), S. 60f., SFAS 131 BC59; Haller/Park, Kostenrechnungspraxis 1999, S. 60f.; Grottke/Krammer, KoR 2009, S. 674–678; Weißenberger/Franzen, in: Controlling und Rechnungslegung 2011, S. 323–352). Der management approach zielt darauf ab, den Berichtsadressaten den Blickwinkel des Managements ("through the eyes of management") zu vermitteln (IFRS 8.BCA60; IFRS-Komm., Teil A, Kap. X, Tz. 8–17 u. 38–47; Alvarez, 2004, S. 45f.; Fink/Ulbrich, 2007, S. 981; grundsätzlich zum management approach Merschdorf, 2012, S. 21–52; Groß, 2016, S. 59–69). Die Vorteilhaftigkeit einer Ausrichtung am management approach des IFRS 8 wird mit in den USA empirisch belegten verbesserten Segmentinformationen durch SFAS 131 begründet (IFRS 8.BC6; vgl. Nienhaus/Schott, IRZ 2019, S. 548). Diese Ausrichtung des IFRS 8 am management approach wird jedoch als noch nicht ausreichend angesehen, um sicherzustellen, dass die Informationsbedürfnisse der Adressaten vollständig erfüllt werden können (vgl. Farias/Rodriguez,...