Die Diskussion im Fachgremium zeigt, dass die Kosten des Liquiditätspuffers schwer abzugrenzen sind. Der Liquiditätspuffer eines Instituts hängt vom individuellen Risikoappetit ab und setzt sich damit je nach Institut unterschiedlich zusammen. Somit sind die entsprechenden Opportunitätskosten nicht einheitlich zu bestimmen.
Bei den Verbänden der kleineren Institute bestehen hinsichtlich der Berücksichtigung von indirekten Kosten aus dem Liquiditätspuffer unterschiedliche Ansätze. Die indirekten Kosten werden zurzeit entweder nicht berücksichtigt oder die Kosten des Liquiditätspuffers werden umgelegt.
Die Behandlung der Eigenanlagen, die nicht zum Liquiditätspuffer zählen, muss darüber hinaus noch weiter erörtert werden. Dies erscheint sachgerecht, da es sich hierbei um Aktiva niedrigerer Qualität mit höheren Liquiditätsrisiken handeln kann, die angemessen zu berücksichtigen sind. Als problematisch wird in diesem Zusammenhang die Vermischung von Liquiditäts- und Bonitätsrisiken angesehen. Von den Teilnehmern wird angemerkt, dass die Zerlegung der Spreads in Einzelkomponenten (Bonität und Liquidität) schwierig sei. Bislang werden bei kleineren Instituten regelmäßig die Liquiditätsrisiken der Eigenanlagen vernachlässigt.