Thomas Stimpel, Ewald Dötsch
Tz. 29
Stand: EL 119 – ET: 07/2025
Das UmwStG nennt für die Anwendung des § 12 Abs 1 S 2 UmwStG keine zeitliche Grenze, dh es kommt nicht darauf an, wie lange die (noch nicht rückgängig gemachte) st-wirksame Tw-Abschr bzw der Abzug nach § 6b EStG zurückliegt.
Tz. 30
Stand: EL 119 – ET: 07/2025
Wenn in früheren Jahren sowohl st-wirksame als auch nicht st-wirksame Tw-Abschr vorgenommen worden sind und der gW der Beteiligung der Übernehmerin niedriger als die Summe der vorgenommenen und noch nicht rückgängig gemachten Tw-Abschr ist, ergibt sich ein Reihenfolgeproblem, wie es vergleichbar bei der Anwendung des § 8b Abs 2 S 4 KStG besteht (dazu s § 8b KStG Tz 91). Nach uE zutr Verw-Auff (s UmwSt-Erl 2025 Rn 04.07, Rn 11.17 und Rn 12.03; dazu s auch § 4 UmwStG Tz 15 und § 11 UmwStG Rn 112) sind nur die st-wirksamen Tw-Abschr hinzuzurechnen (glA s Rödder, in R/H/vL, 3. Aufl, § 12 UmwStG Rn 200). Die zu § 8b Abs 2 S 4 KStG ergangene BFH-Rspr (s Urt des BFH v 19.08.2009, BStBl II 2010, 760), wonach vorrangig die nicht st-wirksamen Tw-Abschr rückgängig zu machen ist, hat wegen des eindeutigen Wortlauts des § 4 Abs 1 S 2 UmwStG bei der Anwendung des § 12 Abs 1 S 2 UmwStG keine Bedeutung. GlA s Schmitt (in S/H, 10. Aufl, § 12 UmwStG Rn 17). Diese Auff ist allerdings insofern nicht frei von Wertungswidersprüchen, als dass auch die FinVerw für die Rechtsgrundlage der Zuschreibung die allg st-bilanzielle Regelung des § 6 Abs 1 Nr 2 S 2 EStG als vorrangig ansieht (s Tz 31).
Tz. 31
Stand: EL 119 – ET: 07/2025
Wenn der stliche Übertragungsstichtag und der reguläre Bil-Stichtag der übernehmenden Kö zusammenfallen, stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis das Wertaufholungsgebot des § 6 Abs 1 Nr 2 S 2 EStG und die Zuschreibung nach § 12 Abs 1 S 2 iVm § 4 Abs 1 S 2 und 3 UmwStG zueinanderstehe...