Dipl.-Kffr. Svenja Grotzfeld
Im Rahmen der Unternehmensführung werden auf allen Ebenen Ziele gebildet. Der Prozess der Zielfindung beginnt bei der Unternehmensleitung. Die Jahresziele des Unternehmens leiten sich z. B. ab aus der Dreijahresplanung, der Ist-Situation und den voraussichtlichen Markt- und Umfeldbedingungen im bevorstehenden Jahr. Unternehmensziele können sich auf folgende Bereiche beziehen:
- die allgemeine Unternehmensentwicklung (Umsatz, Rendite, Cashflow, Kosten),
- Marketing (Marktanteile, Kundenstrukturen, Service-Ausprägung u. Ä.),
- Produktion (Technologie, Kapazitäten, Produktivität, Produktionskosten),
- Entwicklung (z. B. Produktinnovationen, neue Fertigungsverfahren, Patente),
- Finanzen (z. B. Eigenkapitalquote, Liquidität, Investitionen),
- Personal (Führungsinstrumente, Personalentwicklung und Qualifizierung, Entgeltstrukturen u. Ä.),
- Organisation (Abläufe und Strukturen, Anpassungen und Veränderungen, EDV-Systeme).
Führungskräfte, die mit Zielvereinbarungen arbeiten, sollten zunächst wissen, welche Ziele vom Unternehmen insgesamt verfolgt werden. Darüber müssen sie auch ihre Mitarbeiter informieren. Dabei geht es nicht um die in den Unternehmen vielfach anzutreffenden Hochglanzbroschüren, deren Aussagen sich im Arbeitsalltag kaum wiederfinden. Diese werden von den Mitarbeitern in aller Regel auch als hochtrabend und praxisfern abgelehnt.
Vielmehr kommt es darauf an, den Mitarbeitern glaubwürdig zu vermitteln,
- wofür sie arbeiten (Selektionsfunktion),
- welchen Weg das Unternehmen einschlägt (Orientierungsfunktion),
- warum sie sich engagieren und einsetzen sollen (Motivationsfunktion),
- woran sie gemessen werden (Kontrollfunktion).
Verschiedene Zielebenen
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Die Ziele für die vers...