In der ersten Phase sollte mittels einer Bestandsaufnahme analysiert werden, ob und wodurch es Wissenslücken und -verluste im Betrieb gibt. Solche Lücken oder Verluste können u. a. durch Fluktuation, Wissenshortung (Silodenken zur Machterhaltung) oder fehlende und lückenhafte Dokumentationen entstehen.
Um die Defizite aufzudecken, sind z. B. Gespräche mit allen Führungskräften und Mitarbeitern in wichtigen Funktionen hilfreich, um aktuell genutzte Wissensquellen und Dokumente zu eruieren. und ein möglicher weiterer Bedarf an Wissensquellen aufgedeckt werden. Auch die Frage danach, wo es in der Vergangenheit auf Grund von fehlendem Wissen zu Problemen gekommen ist, sollte von allen Beteiligten ehrlich beantwortet werden. Ziel muss es sein, festzustellen, wo in welchen Abteilungen, welche Personen welches Wissen benötigen, das aber nicht oder nur nach längerer Suche gefunden werden kann. Alle Ergebnisse müssen dann zusammengeführt, dokumentiert und ausgewertet werden, um zu sehen, wo es aktuell die größten Wissenslücken gibt.
Handlungsempfehlung: Agile Arbeitsumgebungen berücksichtigen
In immer mehr Organisationen kommen Arbeitsformen zum Einsatz, die bei der Identifizierung und Einführung von Wissensmanagement-Projekten helfen können, z. B. Ideen-Workshops, Hackathons, Scrum der Design Thinking. In den genannten und weiteren Fällen werden in "eigenständigen" Organistionsstrukturen komplexe Projekte angegangen und Fragestellungen gelöst. In Workshops beispielsweise arbeiten meist Teams mit Beschäftigten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen zusammen. Bei Hackathons oder anderen Formaten sind immer wieder auch externe Fachleute eingebunden. Daher müssen auch für solche Instrumente und Methoden Lösungen gefunden werden, wie z. B. Fragestellungen, Herangehenswei...