Die Fassadendämmung eines Mehrfamilienhauses in München kann wirtschaftlich dargestellt werden, wenn Sowiesokosten und staatliche Förderung berücksichtigt werden. Die häufig kompakte Bauweise eines Mehrfamilienhauses im Vergleich zu Einfamilienhäusern und die dadurch in Bezug auf die Wohnfläche geringere Fassadenfläche wirken sich positiv auf die spezifischen Sanierungskosten pro m2 Gebäudenutzfläche aus. Auch der zur Beheizung des Gebäudes eingesetzte Energieträger beeinflusst die Wirtschaftlichkeit einer Fassadendämmung.
Das betreffende Gebäude wird mit Fernwärme beheizt, daher lässt sich die Wirtschaftlichkeit einfacher darstellen als bei einer Öl- oder Erdgasheizung. Das liegt daran, dass die spezifischen Energiekosten von Fernwärme in München aktuell deutlich über dem Preisniveau von Heizöl oder Erdgas liegen. Anhand eines realen Falls wird für ein Mehrfamilienhaus in München die Wirtschaftlichkeit berechnet (siehe Tabelle 13).
Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Fassadendämmung (Mehrfamilienhaus in München)
| Fassadendämmung in einem Mehrfamilienhaus (14 WE) |
| Wohnfläche |
750 |
m2 |
| Fassadenfläche |
600 |
m2 |
| Investitionskosten |
174.000 |
EUR |
| Sowiesokosten |
50.000 |
EUR |
| Endenergieeinsparung |
60 |
kWh/m2 |
| Energiepreis für Fernwärme |
14 |
ct/kWh |
| Energiekosteneinsparung |
6.300 |
EUR/a |
| BEG-Förderung für Heizungsoptimierung (Annahme mit iSFP-Bonus und kommunaler Förderung der Landeshauptstadt München) |
52.200 |
kWh/a |
| Amortisationszeit |
11,4 |
Jahre |
Tab. 13: Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Fassadendämmung eines Mehrfamilienhauses in München
Auch in diesem Beispiel liegt die Amortisationszeit mit 11,4 Jahren deutlich unter der Nutzungsdauer einer gedämmten Fassade.
So ließen sich noch viele weitere Maßnahmen aufzählen und darstellen, die wirtschaftlich sinnvoll sind. Für Eigentümer von...