Wie gezeigt sind bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen viele unterschiedliche Faktoren zu berücksichtigen. In welchem Maß sie einwirken, ist oft im Vorfeld nicht bekannt oder mit Unsicherheiten behaftet. Auch deshalb empfiehlt es sich, vor der Bewertung und Durchführung von Sanierungsmaßnahmen einen iSFP zu erstellen. Darin werden die Investitionskosten und die Sowiesokosten für infrage kommende Sanierungsmaßnahmen abgeschätzt und die Höhe der möglichen Förderung ermittelt. Außerdem weist der iSFP die Energieeinsparung und die Senkung der Energiekosten durch die vorgeschlagenen Sanierungsmaßnahmen aus. Er stellt also wichtige Informationen für deren wirtschaftliche Bewertung bereit. Der iSFP hilft dabei, wirtschaftliche Fehlentscheidungen zu vermeiden, und stellt sicher, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und Fördermöglichkeiten stehen.
Im Folgenden werden beispielhaft ausgewählte Sanierungsmaßnahmen, die sich in der Praxis häufig wirtschaftlich darstellen lassen, beschrieben. Für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit werden typische Annahmen getroffen, die für viele Gebäude charakteristisch sind und häufig zutreffen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse in Einzelfällen deutlich von den hier ausgeführten Beispielen abweichen können. Jedes Sanierungsvorhaben sollte unter Berücksichtigung der spezifischen Randbedingungen bewertet und auf dieser Basis seine Wirtschaftlichkeit ermittelt werden. Aus Vereinfachungsgründen wird für die folgenden Fälle das statische Berechnungsverfahren der Amortisationsrechnung angewendet.
1.6.1 Heizungsoptimierung in einem Einfamilienhaus
Unter Heizungsoptimierung versteht man Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz einer Heizungsanlage in einem Gebäude. Dazu zählt beispielsweise der Austausch von alten Umwä...