Nach dem Conceptual Framework soll der Abschluss die Beurteilung der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermöglichen. Bei Unternehmen, die unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen anbieten und/oder in ganz unterschiedlichen Ländern tätig sind, ist eine solche Beurteilung schwierig, wenn nur hoch aggregierte, das Gesamtunternehmen betreffende Daten vorliegen. Der Segmentbericht soll hier für Abhilfe sorgen, indem er Informationen zur Entwicklung in den unterschiedlichen Geschäftsbereichen (zusammengehörige Produkte oder Dienstleistungen) und/oder regionalen Tätigkeitsgebieten gibt.
Hierbei ist den Vorschriften von IFRS 8 zu folgen. Zu berichten ist über die "operativen Segmente". Diese sind in der Regel entweder
- sachlich auf der Basis von Produktlinien, Kundengruppen usw. definiert oder
- geografisch (z. B. bei einem Ein-Produkt-Unternehmen, das in verschiedenen Ländern und Währungsräumen tätig ist).
Entscheidend für die Definition des Segments (sowie die Messung der Ergebnisse des Segments) ist die interne Steuerung. Es gelten die Komponenten eines Unternehmens als operative Segmente, deren Leistung durch die oberste Führungsebene des Unternehmens regelmäßig beurteilt wird. Diese Orientierung am internen Berichtswesen des Unternehmens (management approach) hat zwei Vorteile:
- Für das Unternehmen ist sie praktikabel und kostengünstig, weil Daten nicht allein für die externe Rechnungslegung generiert werden müssen.
- Für die Abschlussadressaten steigt der Informationsgehalt. Sie werden aus der Perspektive des Managements (through the eyes of the management) informiert und erfahren, nach welchen Gesichtspunkten das Unternehmen gesteuert wird.
Intern unterschiedene Segmente können für die externe Berichterstattung zusammengefasst werden, wenn sie in allen wes...