Dipl.-Inform. Jörg Schiemann
Wearables können auch dazu beitragen, das Bewegungsverhalten zu fördern und gesundheitliche Probleme durch zu langes Sitzen zu reduzieren. Smarte Uhren und Fitnesstracker, die häufig am Handgelenk getragen werden, sind eine einfache Möglichkeit, die Aktivität zu überwachen und die Nutzer an regelmäßige Bewegung zu erinnern. Diese Geräte messen z. B. die Anzahl der Schritte oder wann und wie oft der Nutzer aufgestanden ist und warnen, wenn dieser zu lange gesessen hat. Dadurch wird ein bewussteres Verhalten gefördert, das zu einer Reduktion der Sitzzeit führen kann.
Darüber hinaus gibt es fortschrittlichere Systeme, die nicht nur Bewegung, sondern auch physiologische Parameter, wie Herzfrequenz und Energieverbrauch, überwachen. Diese Systeme können dabei helfen, spezifische Bewegungsmuster und potenzielle Gesundheitsrisiken zu identifizieren, indem sie genaue Daten über das allgemeine Bewegungsverhalten sowie die Nutzung dynamischer Büroarbeitsstationen, wie Schreibtischfahrräder und Stehpulte, liefern.
Im Rahmen der Evaluierung bewegungsarmer Verhaltensweisen an Büroarbeitsplätzen setzte das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in einem Projekt verschiedene Wearables ein und überprüfte diese auf ihre Eignung sowie auf die Akzeptanz durch die Nutzenden. Zur Prävention von Bewegungsarmut wurden dynamische Büroarbeitsstationen eingesetzt, die eine leichte physische Aktivität während der Arbeit im Büro ermöglichen. Mittels der Wearables wurden das generelle Bewegungsverhalten, die Nutzung der Stationen sowie physiologische Parameter aufgezeichnet. Dabei wurden Fitnesstracker, Smart Textiles und ein Multisensorsystem verwendet.
Alle Messsysteme bildeten das generelle Bewegungsverhalten und die Nutzung der Stationen zuverlässig ab...