Junge Unternehmen, die vorrangig Social Media nutzen, um zu wachsen, greifen meistens auf Preismodelle zurück, die sich nur bedingt mit den bisherigen Ausführungen erklären lassen. So bieten sie zum Beispiel einen kostenlosen Basistarif an und verlangen nur für besondere Leistungen Geld. Dies gilt zum Beispiel für Homepage-Anbieter, App-Programmierer und Online-Banken. Wirtschaftlich arbeiten können sie auf Dauer nur, wenn sie genug Nutzer finden, die die höherpreisigen Leistungen buchen. Aus den bestehenden Vertragsverhältnissen müssen gute Margen in ausreichender Menge generiert werden, um darüber die Gratisleistungen für andere zu bezahlen. Dieses Modell wird als "Freemium" bezeichnet, weil es die Basisleistung für umsonst ("free") enthält, aber ohne "Premium" nicht existieren kann.
Eine Steigerung davon stellen die Loss-Leader-Strategien dar. Vor allem in sehr umkämpften Märkten kommen Unternehmen auf die Idee, Leistungen in der Verlustzone anzubieten. Hintergrund: Sie hoffen darauf, Wettbewerber mit weniger Liquidität aus dem Markt zu drängen, um auf lange Sicht bei sinkender Konkurrenz wieder mit höheren Preisen zurückkehren zu können. Das Modell findet sicher nicht nur bei der Liquidität seine Grenzen, da für nicht absehbare Zeit "Geld verbrannt" wird. Vielmehr sind auch hohe Preissteigerungen nach absehbarer Zeit nötig, was bei Immobilienverwaltungen eher unüblich ist. Von dieser Strategie sollte nur im Einzelfall Gebrauch gemacht werden.