Nach Schätzungen von Handelskammern und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) werden jährlich für mehrere 10.000 Betriebe Nachfolger gesucht. Die meisten Unternehmer wollen ihre Firma aus Altersgründen aufgeben. Wer sein Lebenswerk "versilbern" möchte, sollte mit der Planung etwa 5-10 Jahre vor dem gewünschten Verkaufszeitpunkt beginnen. Mit einer geordneten Nachfolge kann das Unternehmen durch andere Personen fortgeführt werden. Seltener sind Fälle anzutreffen, bei denen der Unternehmer aus anderen Gründen – etwa auf Grund gesundheitlicher Probleme oder weil er mehr Freizeit haben will – aus der Firma ausscheiden möchte.
Gemäß besteht aktuell die Gefahr, dass mehr als die Hälfte der Nachfolgesuchen erfolglos bleiben, auch wenn Verkauf und Übergabe in den kommenden Jahren ansteht. Eine frühzeitige Planung ist auch deshalb wichtig und sinnvoll, weil es seit längerem deutlich mehr Firmenverkäufer als Käufer gibt. Das Angebot überwiegt also, was sich auch auf einen möglichen Verkaufserlös auswirkt, weil Nachfrager in einer vermeintlich besseren Postion sind. Und wer sorgfältig plant, kann auch evtl. ungünstige Zeiten – eine Wirtschaftskrise, ein Überangebot, oder schwierige Marktlagen – besser überbrücken.
Schätzungen von z. B. Kammern, gehen davon aus, dass nur rund 30 % Firmen eine Notfallregelung für den Fall haben, dass der Inhaber oder Geschäftsführer plötzlich ausfällt, z. B. durch Unfall oder Krankheit.
Im schlimmsten Fall droht einem Betrieb in einer solchen Situation das Aus. Daher sollte auch dieses Thema im Zuge der Nachfolgeregelung gelöst werden.
Spezialisten immer hinzuziehen
Der Beitrag gibt einen Überblick über typische Fragen und Probleme, die bei einer Unternehmensachfolge auftreten. Weil die einzelnen Schritte komplex sind, erl...