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Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen B ... / 3.5 Unternehmenswert bestimmen

Jörgen Erichsen
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Ein Punkt, der für Verkäufer und Käufer von zentraler Bedeutung ist. Der Altinhaber muss wissen, was sein Betrieb derzeit noch wert ist, und möchte ggf. über Möglichkeiten informiert werden, den Wert in der Zeit bis zur Übergabe noch zu steigern. Der potenzielle Nachfolger ist daran interessiert, zu erfahren, welche Substanz das Unternehmen hat und welchen Kaufpreis er entrichten muss.

Für die Bestimmung eines für beide Seiten fairen Unternehmenswertes gibt es verschiedene Verfahren, die alle Vor- und Nachteile haben.

Gängige Verfahren sind:

  • Discounted-Cashflow-Methode
  • Substanzwertmethode
  • Multiplikatormethode
  • Ertragswertmethode

Ertragswertmethode vorherrschend

In der Praxis wird bei einem geplanten Verkauf bei kleinen und mittelständischen Unternehmen häufig die Ertragswertmethode zur Ermittlung des Unternehmenswertes verwendet. Hier stehen die künftigen Gewinne des Unternehmens im Vordergrund. Grundgedanke der Ertragswertmethode ist, dass ein Käufer für das Geld, das er beim Kauf des Unternehmens einsetzt, eine bestimmte Verzinsung erwartet. Schließlich könnte er sein Geld ja auch anderweitig einsetzen, z. B. an der Börse.

Die zentrale Frage, die es zu beantworten gilt, lautet: Wie hoch darf der Kaufpreis maximal sein, damit der erwartete Gewinn eine "angemessene" Verzinsung für das vom Käufer eingesetzt Geld darstellt?

Um diese Frage beantworten zu können, ist es notwendig, die voraussichtliche künftige Ertragskraft für die kommenden 5 – 8 Jahre zu berechnen bzw. zu schätzen. Die künftige Ertragskraft eines Betriebes kann – stark vereinfacht dargestellt – wie folgt berechnet werden:

 
 
  Betriebsergebnisse der letzten 3-5 Jahre
- kalkulatorischer Unternehmerlohn
- Korrekturen durch Kürzungen, z. B. Auflösung von Rückstellungen
+ Korrekturen durch Zurechnungen, z. B. Zuführung Rü...

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