Das Thema "Regelung der Unternehmensnachfolge" kann mit einem komplexen Projekt verglichen werden und sollte dementsprechend sorgfältig geplant werden. Für den Unternehmer ist es entscheidend, dass er sich bereits zu dem Zeitpunkt, an dem er sich erstmalig intensiv mit dem Thema befasst, Klarheit über die Ziele und den angestrebten Zeithorizont verschafft.
Das Projekt Unternehmensnachfolge sollte dabei auch den angesprochenen Notfallplan beinhalten, der quasi als "Abfallprodukt" des Prozesses entstehen kann und im Normalfall nur einen geringen weiteren zeitlichen Aufwand beansprucht. Eine vollständige Umsetzung hier ist meist innerhalb weniger Monate möglich. Die grundlegenden Schritte und Arbeiten werden in den Punkten 3.1 bis 3.8 besprochen. Wie und wobei künstliche Intelligenz (KI) hierbei unterstützen kann, wird unter 3.9 erläutert.
3.1 Vorbereitungen
Für die Strukturierung der anstehenden Arbeiten empfiehlt es sich, zunächst einen groben Zeitplan mit zentralen Themen zu erstellen. Wichtig ist an dieser Stelle vor allem, dass der geplante bzw. späteste Übergabezeitpunkt verbindlich feststeht bzw. festgelegt wird. In der Regel genügt es, sich auf ein bestimmtes Jahr bzw. das jeweilige Jahresende festzulegen.
An diesem Zeitpunkt sollten sich alle weiteren Arbeiten und Termine ausrichten. Grundsätzlich kann der Übergabezeitpunkt zwar noch verschoben werden. Dies sollte aber nur im Notfall geschehen, etwa, wenn es nicht möglich ist, zu diesem Zeitpunkt einen in allen Punkten geeigneten Nachfolger zu finden oder wenn der Verkauf dann in eine wirtschaftlich bzw. konjunkturell schlechte Zeit fallen würde. Denn wenn der Altinhaber um die Möglichkeit weiß, den Zeitpunkt zu verschieben, wird es für ihn auch emotional noch schwieriger, tatsächlich und endgültig von seinem Lebenswerk loszulassen. Um...