In der Reifephase sind oft ausgeprägte Subkulturen sowie viele Regeln, Standards und Vorschriften zu beobachten. Letztere werden häufig als bürokratische Last empfunden. Oft ist das Verhalten zu stark durch die Unternehmenskultur "betoniert" worden, was zu einer Krise oder einer Erneuerung führen kann. Aber: Unabhängig voneinander bestehende Subkulturen können durchaus sinnvoll sein.
Tochterunternehmen
Die verschiedenen Tochterfirmen eines Mischkonzerns haben oft völlig voneinander unabhängige Unternehmenskulturen, da sie in verschiedenen Geschäftsfeldern aktiv sind. Jedoch können unabhängige Subkulturen dann schädlich sein, wenn sie in verschiedenen Funktionsbereichen eines Unternehmens auftreten, die eng zusammenarbeiten müssen. Die oben genannten unterschiedlichen Kulturen im Vertrieb und der Produktionsabteilung sind hier ein Beispiel.
In der Reifephase besteht das Unternehmen schon eine längere Zeit und somit haben sich in der Unternehmenskultur viele Regeln, Richtlinien, Systeme, Rituale etc. verfestigt. Der Vorteil liegt darin, dass die Mitarbeiter eine feste Orientierung haben und wissen, wie sich sie in verschiedenen Situationen zu verhalten haben. Die Gefahr besteht in der Reifephase darin, dass ein "Überangebot" an "richtigen" und "guten" Lösungen für jede Fragestellung besteht und das Verhalten der Mitarbeiter zu sehr einschränkt. Manche Unternehmen "ersticken" daher an zu vielen schriftlichen Regeln, Verfahren, Formularen und Bestimmungen und diese Bürokratie lässt flexible Entscheidungen kaum noch zu. Neuartige Situationen werden bekannten Situationen angeglichen und neue Probleme werden mit alten, oft untauglichen kulturellen Mustern bearbeitet. Dies kann zu einer Abschottung und das Unternehmen in eine Krise führen. or allem, wenn sich die U...