3.1 Beschwerdebild
Seit den 1990er-Jahren wird in Deutschland erforscht, ob es einen Zusammenhang zwischen Toner und Krankheiten, wie Asthma, Bronchitis oder gar Tumoren, gibt. Untersuchungen aus Japan belegen: Werden Lungenzellenkulturen in direkten Kontakt mit Toner gebracht, wird die Erbsubstanz beschädigt und das Krebsrisiko steigt. Ob aber auch ultrafein emittierter Tonerstaub bereits in geringen Mengen genetische Veränderungen bewirken kann, ist strittig.
Bei Patienten, die mit Laserdruckern und Fotokopierern zu tun haben, treten auffällig oft Beschwerden auf, wie z. B.:
- Augenbrennen,
- Bindehautreizungen,
- Halsschmerzen,
- Reizungen der Rachenschleimhaut,
- Husten und
- Schnupfen.
3.2 Medizinische Untersuchungen zu Toner
Medizinische Untersuchungen zeigen, dass Beschäftigte, die regelmäßig mit Toner in Kontakt kommen, häufig chronisch erkranken, etwa an
- Asthma,
- Rhinopathie oder
- Allergien.
Wie groß das Risiko tatsächlich ist, lässt sich wegen der geringen Nachweisbarkeit der Nanopartikel nur schwer bestimmen.
Hinzu kommt, dass die meisten Studien inzwischen 10 oder sogar 20 Jahre alt sind. Bürogeräte haben sich technisch weiterentwickelt, Gütesiegel und Zertifizierungen haben für weniger Emissionen gesorgt, die Nutzer sind geübter im Umgang mit Toner etwa beim Kartuschenwechsel und die Anzahl der Drucker nimmt aufgrund der Digitalisierung deutlich ab.
Maßnahmen ergreifen
Weiterhin gilt die Empfehlung aus präventivmedizinischer und hygienischer Sicht, Maßnahmen zu ergreifen, um die Exposition zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Das kann z. B. ein separater, gut belüfteter Druckerraum sein oder der Umstieg auf Tintenstrahldrucker.
3.3 Tonergeschädigte
2007 gründeten sog. Tonergeschädigte die Stiftung nano-Control. Die Betroffenen sind davon überzeugt, dass sie durch Emissionen und Toner aus Laserdruckern erkrankt sind. Die internationale Stiftung klärt vo...