Zusammenfassung
- Strategieentwicklung hat das Ziel, Wettbewerbsvorteile zu schaffen.
- Das Kompetenzportfolio offenbart, dass Kernkompetenzen vergänglich sind.
- Das Ziel der unternehmensinternen Analyse ist, die Potenziale im Ausbau der benötigten Fähigkeiten aufzuzeigen.
- Die BCG-Matrix macht sichtbar, wie ausgewogen das Produktportfolio ist.
- Erst die ausführliche Beschreibung und Konkretisierung von strategischen Zielen erzeugt ein gemeinsames Verständnis über die Vorhaben.
- Eine Geschäftsmodellbeschreibung sollte sowohl für neue als auch für bestehende Geschäftsfelder erstellt werden.
1 Ausbau des Wettbewerbsvorteils durch Entwicklung von Kernkompetenzen
Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, was das eigentliche Ziel einer Strategieentwicklung sein sollte? Für die meisten passt wohl die Antwort, dass man damit dem Unternehmen die Basis für nachhaltigen Erfolg schaffen möchte, möglichst dauerhaft und mit überdurchschnittlicher Profitabilität. Um das zu erreichen, muss man im Vergleich zu den Wettbewerbern besser sein, also einen Wettbewerbsvorteil aufweisen. Zweck der Strategieentwicklung muss also die Erzeugung bzw. der Ausbau von Wettbewerbsvorteilen sein.
Wettbewerbsvorteile sind Merkmale (z. B. Fähigkeiten oder Eigenschaften des Produkts oder der Dienstleistung), die der Kunde als bedeutend einschätzt und von diesem wahrgenommen werden, die sich durch eine gewisse Dauerhaftigkeit auszeichnen und die der Wettbewerber nicht gleichwertig vorweisen kann.
Die Trend-, Markt- und Kundenanalysen sollen die Bedürfnisse und die bedeutenden Leistungsmerkmale der Zielgruppe als Ergebnis haben. Die Wettbewerbsanalyse liefert die Informationen für den Vergleich der wichtigen Fähigkeiten mit jenen der Konkurrenz. Das Kompetenzportfolio (Abb. 1) ermöglicht eine Verdeutlichung der eigenen Positionierung.
Abb. 1: Wettbewerbsvorteile durch Ausbau der Kernkompetenzen
In ...