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Schritt für Schritt zum energieeffizienten Gebäude / 2.10 Sommerlicher Wärmeschutz

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Im Sommer können sich Gebäude durch die Sonneneinstrahlung stark aufheizen. Besonders in schlecht gedämmten oder unsachgemäß sanierten Gebäuden können die Temperaturen in Wohnräumen unerträglich werden, was das Wohlbefinden der Bewohner beeinträchtigt und gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann. Angenehme Raumtemperaturen liegen idealerweise zwischen 20 und 23 °C. Für Arbeitsplätze legt die Arbeitsstättenverordnung einen Höchstwert von 26 °C fest, der nur in Ausnahmefällen überschritten werden darf.

Angesichts der aufgrund des Klimawandels steigenden Temperaturen sollte bei der Sanierung von Gebäuden auf einen ausreichenden sommerlichen Wärmeschutz geachtet werden, um den Wärmeeintrag zu begrenzen. § 14 GEG gibt vor, dass dieser Aspekt nachzuweisen ist, und zwar gemäß DIN 4108-2.[1] Je nach Gebäude, Standort und Ausrichtung lassen sich für alle Fälle einige grundlegende Maßnahmen festlegen. So beeinflussen etwa der Fensterflächenanteil und die Art der Verglasung den Wärmeeintrag maßgeblich. Eine massive Bauweise mit hoher Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile wirkt sich positiv aus, da sie den Aufheizvorgang verzögert. Ebenfalls vorteilhaft ist die Verwendung von Dämmstoffen mit hoher thermischer Speicherfähigkeit wie Holzfaserdämmplatten oder Zellulose. Kleine Fensterflächen und die Möglichkeit zum Querlüften während der kühleren Nachtstunden tragen dazu bei, dass sich ein Gebäude weniger stark aufheizt und schneller wieder abkühlt. Gebäude mit einer Süd-Nord-Ausrichtung sind generell weniger stark von Wärmeeinträgen betroffen als solche mit einer Ost-West-Ausrichtung. Außenliegender Sonnenschutz wie Rollläden, Markisen oder Lamellen ist wesentlich effektiver als innenliegende Maßnahmen wie Raffstores oder Jalousien. Maßnahmen wie diese tragen nicht nur dazu bei, die...

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