Tobias Steinhauser
, Annette Koll
Um ein ganzheitliches und proaktives Management der Risiken im Einkauf basierend auf dem beschriebenen Framework erfolgreich zu etablieren, bietet sich die nachfolgende Vorgehensweise an. Der Ansatz besteht aus vier Schritten, um den Reifegrad des bestehenden Lieferantenrisikomanagements sowie Handlungsfelder und Maßnahmen zur Optimierung abzuleiten.
1. Analyse aller relevanten Dokumente
Um den aktuellen Stand des Lieferantenrisikomanagementsystems zu verstehen, werden im ersten Schritt alle relevanten bestehenden Dokumente gesichtet. Dieses erste Screening bildet die Grundlage für die nachfolgenden Gespräche mit Stakeholdern aus den verschiedenen Unternehmensfunktionen sowie die detaillierte Gap-Analyse des Lieferantenrisikomanagementsystems.
2. Analyse von Reifegrad und Optimierungspotenzialen
Im zweiten Schritt geht es darum, den Reifegrad und die Optimierungspotenziale des bestehenden Systems zu analysieren. Hierbei sollte der Fokus auf den im oben beschriebenen Framework erläuterten drei wesentlichen Dimensionen gelegt werden. Es bietet sich an, die folgenden Unternehmensfunktionen in diese Betrachtung miteinzubeziehen:
- Einkauf und Supply Chain Management: Schwerpunktmäßig soll der Reifegrad mit Hinblick auf unterschiedliche Warengruppen und Lieferketten betrachtet und bewertet werden
- Lieferantenmanagement: Bewertung des bestehenden Risikomanagementansatzes unter Berücksichtigung der aktuellen Lieferantenperformance und Struktur des Lieferantenportfolios
- Risikomanagement: Abstimmung mit dem Risikomanagement auf Unternehmensebene, um eine Verzahnung der Ansätze mit bereits vorhandenen Informationen sicherzustellen.
Eine Konsolidierung der Ergebnisse führt zu einer ausgewogenen Standortbestimmung und gewährleistet erste konkrete Indikationen zur Verbesserung des bestehend...