Prof. Dr. Daniela Eisele-Wijnbergen
Auch die eigenen Mitarbeiter verfügen über ein Anwerbepotenzial, das gezielt eingesetzt werden kann. Dazu müssen Mitarbeiter nicht einmal unbedingt mit einer Prämie belohnt werden, wenn sie vermitteln. Die Mitarbeiter haben Kontakte aus Ausbildung, Studium und aus dem beruflichen wie privaten Umfeld. Viele Kontakte gibt es auf der persönlichen Ebene, noch mehr meist auf der virtuellen Ebene. Gerade in sozialen und Business-Netzwerken lässt sich eine Stellenanzeige über die eigenen Mitarbeiter zielgenau verbreiten. Dabei gibt es einige Voraussetzungen:
- Die Mitarbeiter müssen so zufrieden mit ihrer Tätigkeit und dem Unternehmen sein, dass sie ihren Arbeitgeber empfehlen. Dies bedeutet: Internes Personalmarketing oder Employer Branding und die Rahmenbedingungen wie Tätigkeit müssen stimmen.
- Die Mitarbeiter müssen frühzeitig über vakante Positionen informiert werden, d. h. auch externe Ausschreibungen müssen intern verbreitet werden.
- Die Mitarbeiter müssen wissen, dass Empfehlungen von ihnen ausdrücklich gewünscht sind.
Viele Begriffe, "Recruit/refer a friend", "word of mouth", "Referrals" oder "Mitarbeiterempfehlungsprogramm" beschreiben, dass Mitarbeiter dazu beitragen, neue Nachwuchskräfte und Kollegen für das eigene Unternehmen zu finden. Die Idee ist, dass sich Mitarbeiter Gedanken machen, wer aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zur Kultur des Unternehmens und zum Stellenprofil passen könnte.
Vorteile:
- Die Vorauswahl wird bereits von den Mitarbeitern getroffen.
- Die von Mitarbeitern vorgeschlagenen Kandidaten passen potenziell besser zur Kultur des Unternehmens.
- Sie sind schneller produktiv und bleiben länger im Unternehmen.
- "Recruit a friend"-Programme sind deutlich kostengünstiger als das Schalten von Stellenanzeigen oder das Beauftragen eines Personalberaters.
Gefah...