Prof. Dr. Daniela Eisele-Wijnbergen
Das Employer Branding, der Aufbau einer Arbeitgebermarke, richtet sich nicht nur nach außen. Mindestens ebenso wichtig ist die die Strahlkraft nach innen in Richtung Stammbelegschaft, die nicht nur gehalten, sondern auch emotional an den Arbeitgeber gebunden werden soll. Externes und internes Employer Branding muss Hand in Hand gehen. Das Ziel ist, die positive Wahrnehmung des Unternehmens als Arbeitgeber nutzbar zu machen: Eine attraktive Employer Brand unterstützt den Gewinnungsprozess und macht ihn effizienter und effektiver. Effizienter, weil das Unternehmen schon bekannt und vertraut ist und mehr Bewerber offen für eine Ansprache sind oder gar aktiv auf Stellensuche genau bei diesem Arbeitgeber. Effektiver, weil ein gutes Employer Brand Werte und Erwartungshaltung spiegelt und damit potenziellen Interessenten eine Vorselektion ermöglicht. Damit wird auch das Risiko von Fehlbesetzungen verringert. Auch intern wirkt sich eine starke Arbeitgebermarke positiv auf die Bindung und das Engagement von Beschäftigten aus und trägt damit nachhaltig zum Unternehmenserfolg bei. Eigene Mitarbeiter als Markenbotschafter und Empfehler (Referrals) zeigen so große Wirkung.
Die Entwicklung einer Arbeitgebermarke folgt dabei wesentlichen Schritten. Mit Blick auf die Vermarktung wird hier ein kurzer Blick nach außen gerichtet.
Zu Beginn eines Employer Branding-Prozesses steht eine Zielgruppenanalyse. Dabei werden strategisch wichtige Kernzielgruppen fokussiert. Diese ergeben sich aus einer hohen Anzahl an zu besetzenden Stellen, strategischer Relevanz der Position/en und (bevorstehender) Knappheit geeigneter Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt.
Beispiel für Kernzielgruppen
Im Handel ist die Kernzielgruppe meist nicht das Verkaufspersonal, sondern Filialleitungen. In der Luft...