Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst
Die Führungskräfte haben für das Teamklima und für die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter die Hauptverantwortung. Gleichzeitig stehen aber gerade die Führungskräfte selbst erheblich unter Stress und fordern sich oft selbst bis zu ihrer körperlichen und psychischen Leistungsgrenze – das Gleiche erwarten sie dann auch von den Mitarbeitern. Dadurch können die Gesundheit der Führungskräfte und auch das Klima im Team beeinträchtigt werden.
Es gibt verschiedene Führungsstile, die positiv auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter wirken, also das Wohlbefinden und die psychische Funktionsfähigkeit fördern. Diese Arten der Führung verhindern gleichzeitig eine schlechte psychische Gesundheit, d. h., es treten weniger psychische Symptome, Stress, Burnout und gesundheitliche Beschwerden auf.
Folgende Führungsstile gelten als gesundheitsförderlich:
- transformationale Führung,
- mitarbeiterorientierte Führung,
- aufgabenorientierte Führung,
- ethische/authentische Führung.
Auch eine gute Interaktion und Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern fördern die Gesundheit und verhindern Beschwerden.
Das "Vier-Ebenen-Modell gesundheitsförderlichen Führens" empfiehlt die in Tab. 4 beschriebenen Führungstechniken.
| Ziel- und aufgabenorientiert führen |
Mitarbeiterorientiert führen |
Arbeits- und Organisationsprozesse gestalten |
Gesundheitsförderliche Führungs- und Unternehmenskultur |
- Ziele setzen/vereinbaren
- Umsetzung kontrollieren
- Rückmeldung
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- Vorbild sein
- aktivieren und ermutigen
- einbinden und beteiligen
- sozial und organisatorisch unterstützen
- Mitarbeiter weiterbilden und entwickeln
- persönliche Lebenssituation der Mitarbeiter berücksichtigen
- wertschätzen
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- Zusammenarbeit gestalten
- organisationelle Abläufe gestalten
- Arbeitsbedingungen gestalten
- für Transparenz und Informationsfluss sorg...
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