Beim Recruiting legen HR und Vorgesetzter in der Regel viel Augenmerk auf die fachlichen Fähigkeiten eines Bewerbers. Aber neben den fachlichen Fähigkeiten ist auch die Passung ins bestehende Team wichtig, der sog. Teamfit: Denn je besser der neue Bewerber ins Team passt, desto besser werden später auch seine Leistungen sein.
Aber wie lässt sich dies in der Praxis ermitteln? Dabei steht ganz schlicht das persönliche Gespräch im Vordergrund: Schon im Vorstellungsgespräch können Führungskräfte und Recruiter konkret nach der Arbeitsweise, persönlichem Arbeitsstil und Teamfähigkeit fragen, um herauszufinden, wie der Bewerber "tickt". Passt dies zum bestehenden Team, ist es umso wahrscheinlicher, dass sich ein neuer Kollege leicht integriert und das Team später konstruktiv und mit Freude zusammenarbeitet.
Ein gut strukturierter Planer, der die Dinge perfektionistisch mit Liebe zum Detail umsetzt, wird in einem Unternehmen, das Dinge auch gerne schnell mal "ausprobiert", eher nicht glücklich.
Weitere Anhaltspunkte fürs Recruiting können sein:
- Welche Werte und Arbeitsweisen sind dem Kandidaten wichtig und warum?
- Passt dies zu den Werten, Arbeitsweisen und der Unternehmenskultur des Unternehmens (Cultural Fit)?
- Findet er dies im potenziellen Team wieder (Teamfit)?
- Welche Berufserfahrung spielt für die Stelle eine Rolle, was bringt der Bewerber bereits mit? Wie eigenverantwortlich möchte bzw. kann er künftig arbeiten?
Werte und Arbeitsweisen abgleichen
Wird beispielsweise hauptsächlich im Team gearbeitet, dann können Sie fragen, ob der Bewerber Aufgaben delegieren bzw. abgeben kann und will oder doch selbst die Fäden in der Hand behält. Arbeitet er lieber eigenverantwortlich und ist eher ein "Macher-Typ" oder benötigt er jemanden, der ihm den Weg weist?
Es gilt also zu ...