Dr. Uwe Brunner
, Prof. Dr. Martin Tschandl
Der klassische Management-Controlling-Kreislauf (siehe Abb. 7) dient als Basis für die Entwicklung eines Vorgehensmodells zur Implementierung eines effektiven und effizienten Nachhaltigkeitscontrollings für Lieferketten.
Abb. 7: Der Controlling-Kreislauf im Managementzyklus integriert
Ausgangspunkt für das Nachhaltigkeitscontrolling einer Lieferkette und gleichzeitig bereits im Umweltcontrolling der vergangenen Jahrzehnte ein besonderer Schwerpunkt des Controlling-Kreislaufs mit seinen drei Controlling-Systemen (Planungs-, Kontroll- und Informationssystem) ist die Zielfindung als erste Stufe (1). Danach erfolgt der Ablauf klassisch: Die Planung (2) wird von der Zielbildung/-vorgabe der Führung und allenfalls richtungsweisenden Inputs des Controllings determiniert und beinhaltet auch die zur Zielerreichung abgeleiteten Maßnahmen. Nach deren Budgetierung werden diese umgesetzt (3) und regelmäßigen Plan-Ist-Abweichungsanalysen (4) unterworfen. Das darauf aufbauende Informationssystem bzw. Reporting (5) ermöglicht Steuerungsentscheidungen/-handlungen (6), um das Ziel noch zu erreichen ("Was muss getan werden, um Ziele doch zu erreichen?") und/oder eine Zielrevision.
Der grundsätzliche Unterschied zu einem finanzorientierten Controlling oder jenem anderer Funktionsbereiche im Unternehmen lag im Umweltcontrolling in der Anwendung des Controlling-Kreislaufs auf die Bereiche Abfall, Wasser/Abwasser, gasförmige Emissionen, Energieeinsatz, Ressourcenverbräuche/-verluste, Lärm oder sonstige ökologische Beeinträchtigungen.
Auch im Nachhaltigkeitscontrolling liegt der Schwerpunkt heute auf der Zielfindung und damit auf der Fokussierung nachhaltiger Themenfelder für Unternehmen. Im Supply Chain Management setzt sich der Nachhaltigkeitsaspekt und auch Wille immer stärker fest, wesha...