Jessica Fritzler
, Prof. Dr. Stephan Kress
Erfolgreiches Wirtschaften im Sinne der Gewinnmaximierung um jeden Preis gehört der Vergangenheit an. Neben die ökonomische treten nun auch die soziale und ökologische Dimension. Im Kontext der aktuellen Diskussionen über den Klimawandel und den menschlich verursachten Anteil daran, erhält eine neue Anforderung große Bedeutung: Die Nachhaltigkeit im Sinne des Klimaschutzprogramms 2030 und des Green Deals der EU. Kaum eine Maßnahme oder Investition in Unternehmen ist nunmehr nicht auch unter Nachhaltigkeitsaspekten zu betrachten. Während CSR-Maßnahmen lange Zeit meist auf freiwilliger Basis in den Unternehmen umgesetzt werden, ändert sich dies einerseits im Rahmen unterschiedlicher (Gesetzes-) Initiativen seit einigen Jahren, u. a. im Zuge der Einführung der verpflichtenden Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und andererseits erlangen diese Aktivitäten auch aus der internen Perspektive für die Geschäftssteuerung zunehmende Bedeutung. CSR-Maßnahmen stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und werden von den Stakeholdern zunehmend nachgefragt; sie bilden so auch die Grundlage neuer, nachhaltiger Geschäftsmodelle in der Industrie.
CSR-Aktivitäten können über die geforderten gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, bauen auf dem Nachhaltigkeitsansatz der Triple Bottom Line auf und finden, wie in Abb. 1 dargestellt, im operativen Kerngeschäft des Unternehmen statt; die Wahrnehmung von CSR-Aktivitäten etabliert sich dabei als Eckpfeiler unternehmerischen Handelns.
Abb. 1: CSR: Parameter mit Auswirkungen auf das Controlling (eigene Darstellung)
CSR-Maßnahmen sollen dementsprechend auch in die Kerntätigkeiten der Unternehmen der Fertigungsindustrie integriert werden. Die Unternehmensführung ag...