Christian Polivka
, Alexander Zunic
Viele Unternehmen investieren bereits über viele Jahre und Jahrzehnte in ihre IT-Landschaften, insbes. in ihre ERP-Systeme und deren Integration mit Satellitensystemen. In der Vergangenheit lag der Fokus auf der Digitalisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen und der Automatisierung von zeitaufwändigen innerbetrieblichen Abläufen. Zunehmend liegt der Fokus nun auch auf der Digitalisierung von ganzen Geschäfts- und Servicemodellen, der Monetarisierung von Geschäftsdaten und der Integration von unternehmensübergreifenden Supply Chains über Datenplattformen.
Durch diese Entwicklungen sind Unternehmens-IT-Landschaften über die Jahre extrem gewachsen und immer komplexer geworden – insbes. getrieben durch rasant steigende neue Anforderungen und Geschäftsmodellanpassungen, Integration von Tochtergesellschaften im Zuge von Mergers & Acquisitions und den Einsatz immer neuer Technologien, ohne gleichzeitig technologische Altlasten (technical debt) zu beseitigen.
Dadurch stellt sich immer wieder neu die Frage, wie Daten und Prozesse verschiedener Applikationen und Teilsysteme integriert werden können und eine ganzheitliche und konsistente Sicht auf das Unternehmen ("Single Point of Truth") geschaffen werden kann.
Die stetig steigenden Anforderungen an Qualität und Detaillierungsgrad von Nachhaltigkeitsinformationen verlangen zunehmend eine digitale Antwort. Ein Zusammenspiel bestehender Systeme und Architekturen mit neuen, intelligenten Technologien ist gefragt, um die Anforderungen an eine unternehmensweite ESG-Berichterstattung zu erfüllen.
Eine Herausforderung für CIOs liegt darin, dass die Erhebung, Dokumentation und Analyse der Daten aus den einzelnen Bereichen oft die anspruchsvolle Zusammenführung aus sehr unterschiedlichen Quellen und Systemen voraussetzen. Außerdem müs...