André Häusling
, Martin Kahl-Schatz
Dem HR-Bereich steht eine absolute Schlüsselrolle zu. HR kann sich maßgeblich auszeichnen, wenn es darum geht, als Kultur- und Organisationsentwickler die Veränderungen in der Organisation hin zu mehr Agilität voranzutreiben, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass HR bereits seit Jahren vielerorts in der Kritik steht, weil es kaum passende Antworten auf die anstehenden Veränderungen liefert. Trotz "ausgeklügelter" Organisationsanpassungen, konzeptionell hochwertiger Produkte und Instrumente verbessert sich das Image von HR in vielen Unternehmen nicht. Im Gegenteil: In einigen Unternehmen wird HR bereits aufgrund von Erfolglosigkeit abgeschafft. In anderen Unternehmen gerät HR wiederum durch die Konkurrenz aus Bereichen wie Geschäfts- und Strategieentwicklung und durch das Outsourcing vieler HR-Dienstleistungen zunehmend unter Druck.
HR wird jedoch insbesondere in Anbetracht der neuen Herausforderungen als Generalist mit Organisationsentwicklungs- und Transformationskompetenz benötigt und sollte sich als solcher positionieren. Es muss sich zu einer treibenden Kraft in der Veränderungs- und Prozessbegleitung entwickeln. Oder noch deutlicher: HR ist der entscheidende Katalysator der agilen Transformation und für die Mitgestaltung der Zukunftsfähigkeit der Organisation. Um dies zu erreichen, sind von HR vor allem 2 Dinge gefragt: einerseits der Mut, bestehende Best Practices im eigenen Bereich vehement infrage zu stellen, und sich noch konsequenter an den Bedürfnissen der eigenen und der Endkunden zu orientieren, andererseits eine Überprüfung, Modifikation, Optimierung sowie Innovation der bestehenden Personalinstrumente, um diese auch im agilen Kontext gewinnbringend einsetzen zu können bzw. um die Agilität des Unternehmens grundsätzlich zu fördern. Darüber hinaus mu...