Annette Näher
, Rudolf Kast
Im Kontext Inhalte und Perspektiven wurde sowohl das Bedürfnis als auch die Notwendigkeit des Lernens angesprochen. Die gesteigerte Verantwortung, die Mitarbeiter für die Erhaltung und Steigerung ihres Marktwerts übernehmen, um ihre Beschäftigungsfähigkeit (Employability) zu erhalten, drückt sich in dem Wunsch aus, sich stetig weiterzubilden.
Ein Standard-Seminarkatalog reicht jedoch nicht aus, um sich an diesem neuralgischen Punkt von dem Wettbewerb abzusetzen. Der Erfolgsfaktor liegt also nicht im Angebot rein kognitiver Lernprozesse, sondern der Möglichkeit zur Persönlichkeitsentwicklung. Wenn Sie in der Lage sind, neben Weiterbildungsangeboten, E-Learning und Sprachkursen für den Mitarbeiter die Rolle des "Enablers" (Ermöglicher) für Persönlichkeitsentwicklung einzunehmen, werden die Mitarbeiter dies als deutlichen Mehrwert empfinden. Maßnahmen wie Teamentwicklungsprozesse und Coachings sind Elemente, um dieses Ziel zu erreichen und gleichzeitig soziale Lernprozesse im Unternehmen zu fördern. Durchgesetzt haben sich auch Verfahren wie "Working out Loud", hier treffen sich Mitarbeiter in 5-er Lerngruppen 12 Wochen lang zu einer bezahlten Lernstunde, in der sie im Austausch an ihren jeweiligen individuellen Lernzielen arbeiten, unterstützt von der Personalentwicklung. Individuelle Lernziele können hier gleichermaßen wie organisationale Lernziele verfolgt werden. Will ein Mitarbeiter lernen, wie man Spaghetti Carbonara kocht, ist dies ein akzeptiertes Lernziel. Warum? Die Freude zum Lernen wird aktiviert und der wichtigste Anreiz für Lernen befördert: Begeisterung!
Im Zusammenhang mit Mitarbeiterbindung und dem Abfluss von Knowhow im Falle hoher Fluktuation haben die Unternehmen überdies erkannt, dass Lernen in Form von Wissenstransfer einen maßgeblichen Anteil an der Er...