Dipl.-Ök. Heinz-Hermann Hellen
, Dr. Martin Vosseler
Rn. 40
Stand: EL 40 – ET: 09/2023
Mit dem sog. Immobilien-Teilamortisationserlass (vgl. BMF, Schreiben vom 23.12.1991, IV B 2 – S 2170–115/91, BStBl. I 1992, S. 13) als jüngstem der vier Leasingerlasse trug die Finanzverwaltung dem Umstand Rechnung, dass sich Teilamortisationsverträge im Immobilienleasing als dominierender Vertragstyp durchgesetzt hatten. Die in der Praxis wichtigste der dort behandelten Vertragsformen ist der Vertrag mit Kauf- und/oder Mietverlängerungsoption. Er sichert dem Leasingnehmer bei max. Flexibilität auch über das Ende der Grundmietzeit hinaus einen optionalen Zugriff auf den u. U. sehr werthaltigen Leasinggegenstand, wobei die Ausübung einer eingeräumten Option a priori stets ungewiss ist (vgl. Vosseler (2012), S. 147f.).
Rn. 41
Stand: EL 40 – ET: 09/2023
Der Anwendungsbereich des Erlasses erstreckt sich auf Verträge, deren Kündigung bei beidseitiger Erfüllung während der vereinbarten Grundmietzeit nur aus wichtigem Grund möglich ist und die dem Leasinggeber durch die Leasingraten nur eine teilweise Amortisation der AHK zzgl. aller Neben- und Finanzierungskosten garantieren (vgl. BMF, Schreiben vom 23.12.1991, IV B 2 – S 2170–115/91, BStBl. I 1992, S. 13 (Rn. 2f.)). Bei solchen Verträgen richtet sich die Zuordnung des Grund und Bodens nach der Zurechnung des Gebäudes (vgl. BMF, Schreiben vom 23.12.1991, IV B 2 – S 2170–115/91, BStBl. I 1992, S. 13 (Rn. 18)). Für Gebäude – und somit mittelbar auch für das Grundstück – sieht der Erlass grds. eine Zurechnung beim Leasinggeber vor, wobei je nach Vertrag folgende weitere Kriterien zu beachten sind (vgl. BMF, Schreiben vom 23.12.1991, IV B 2 – S 2170–115/91, BStBl. I 1992, S. 13 (Rn. 6ff.)):
Rn. 42
Stand: EL 40 – ET: 09/2023
Im Fall des Spezialleasings (vgl. HdR-E, Kap. 6, Rn. 27) sieht der Erlass unabh...