4.1 Aktuelle Entwicklungen im Blick behalten
Es gibt also sowohl Entlastungspotenziale als auch Belastungen, die mit KI und der allgemeinen digitalen Entwicklung zusammenhängen. Eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Thema und das Aufrechterhalten eines aktuellen Wissenstandes sind eine zentrale Voraussetzung, um Entwicklungen früh einordnen und aktiv gestalten zu können. KI entwickelt sich dynamisch weiter – punktuelles Wissen reicht hier oft nicht aus.
In der Praxis bedeutet das, sich kontinuierlich weiterzubilden und geeignete Informationsquellen zu nutzen. Dazu zählen beispielsweise Fachveranstaltungen, Webinare oder Weiterbildungen zu KI im Arbeitskontext, aber auch Veröffentlichungen von Institutionen wie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), der EU-OSHA oder einschlägigen Fachverbänden. Auch das Abonnieren von passenden Newslettern sowie der Austausch mit anderen Fachkräften, etwa in Netzwerken oder Arbeitskreisen, kann helfen, Erfahrungen zu teilen und Entwicklungen besser einzuordnen.
Zunehmend relevant ist zudem die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen im Unternehmen, insbesondere mit IT, Datenschutz und HR. KI-Anwendungen werden häufig außerhalb des Verantwortungsbereichs von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betrieblichem Gesundheitsmanagement eingeführt – umso wichtiger ist es, frühzeitig Schnittstellen zu schaffen und Perspektiven des Arbeits- und Gesundheitsschutzes einzubringen.
KI ist gekommen, um zu bleiben – entscheidend ist daher nicht, ob sie eingesetzt wird, sondern wie.
4.2 KI in der Gefährdungsbeurteilung (psychischer) Belastung berücksichtigen
Für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz heißt das vor allem: Veränderungen durch KI sind nicht nur technisch, sondern auch aus Sicht der psychischen Gesundheit zu betrachten. Entscheidend ist, Belastungen früh zu erkennen und Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Beschäftigte nic...