Prof. Dr. Nadine Antonakopoulos
, Malte Kähler
3.1.2.1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie
Rz. 152
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt gemäß IAS 33.10 mittels Division des den Stammaktionären des Mutterunternehmens zustehenden Gewinns oder Verlusts (Zähler) durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl innerhalb der Berichtsperiode ausstehenden Stammaktien (Nenner).
Rz. 153
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Für die Ermittlung der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Stammaktien ist nicht die Stückzahl am Periodenende maßgeblich. Stattdessen rekurriert IAS 33.19 auf die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Aktien. Per definitionem wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Stammaktien durch die Stückzahl zu Beginn der Berichtsperiode, bereinigt um innerhalb der Periode zurück- und ausgegebener Aktien, verkörpert. Zudem ist die Multiplikation mit einem Zeitfaktor erforderlich. Dieser Zeitfaktor – akzeptiert wird gemäß IAS 33.20 üblicherweise auch ein Näherungswert – stellt das Verhältnis der Anzahl an Tagen, an denen sich die jeweiligen Aktien im Umlauf befinden, und der Gesamtzahl der Tage der Berichtsperiode dar.
Rz. 154
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Eigene Anteile, d. h. vom Unternehmen selbst oder einem seiner Tochterunternehmen zurückgekaufte und gehaltene Eigenkapitalinstrumente, sind von innerhalb der Berichtsperiode ausstehenden Stammaktien abzuziehen. Zurückgekaufte Aktien sind so lange zu berücksichtigen, wie sie sich im Umlauf befinden. Neu emittierte Aktien sind ab Ausgabezeitpunkt zu beachten. Als Ausgabezeitpunkt ist nach IAS 33.21 üblicherweise der Tag anzusehen, an dem die entgeltliche (oder andere) Gegenleistung fällig (bzw. realisiert) ist.
BEISPIEL
Beispiel für die Berechnung der durchschnittlichen Anzahl an Stammaktien