Prof. Dr. Nadine Antonakopoulos
, Malte Kähler
2.2.1.1 Überblick
Rz. 105
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Neben der externen Berichterstattung, als Hauptregelungsgehalt, fordern die IFRS zudem die Abbildung der Unternehmenssteuerung aus interner Managementsicht anhand vom Standard definierter bilanzieller Lenkungsgrößen (management approach). Die Aufnahme interner Steuerungsdaten in den Informationskanon zur Darlegung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage soll der Befriedigung der Informationsbedürfnisse der Bilanzadressaten dienen. Durch die Disaggregation der Datenlage auf Ebene operativer Segmente soll die Finanzberichterstattung anhand zusätzlicher vertiefender Informationen geeignet ergänzt und die Informationsfunktion der IFRS gestärkt werden.
2.2.1.2 Entstehungsgeschichte
Rz. 106
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Bereits Anfang der 1980er Jahre wurde eine erste Version des Vorgängerstandards zu IFRS 8 als Entwurf veröffentlicht und herausgegeben. IAS 14 sollte die Grundsätze zur Darstellung von Finanzinformationen gegliedert nach Produkten/Dienstleistungen und Regionen festlegen. Der Standard sah neben einer sektoralen ebenfalls eine geographische Gliederung vor. Andere Segmentierungen wurden durch den Standard verworfen. Nach mehrmaliger Änderung von IAS 14 ging mit IFRS 8 als Nachfolgestandard ein vollständiger Paradigmenwechsel in der Darstellung einher. Die Art der Segmentberichterstattung wird demnach offengelassen, da sich IFRS 8 stärker an den realen Berichtsgegebenheiten orientiert. Dies trug vor allen Dingen der damals herrschenden Kritik Rechnung, da eine künstliche Zerlegung des Unternehmens in Produkte und Regionen unabhängig von der Unternehmensstruktur nicht die reale Informationslage widerspiegelte und damit den Bilanzadressaten nur unzureichend informierte (IFRS 8.BC5).
Rz. 107
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Mit IFRS 8